MAS 15 (Motoscafo armato silurente)

MAS 15 (die italienische Bezeichnung ist Motoscafo armato silurente) war italienisches Patrouillen- und Angriffsboot im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Es wurde von Twin-Diesel-Motoren angetrieben und für seine Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit bekannt. MAS-Boote wurden mit einem Torpedo auf jeder Seite und einer am Heck montierten Flugabwehrkanone bewaffnet.

Die vergleichweise leicht bewaffneten MAS-Boote waren dafür bekannt, aus dem Hinterhalt zuzuschlagen und dabei viel größere Schiffe zu versenken.
Eine solches Hinterhalt-Kommando fand im Mai 1918 in der Nähe der Insel Premuda statt. Ein MAS unter dem Kommando von Capt. Luigi Rizzo griff das österreichisch-ungarische Schlachtschiff SMS Szent István bei Premuda an. Das Schlaschtschiff wurde versenkt und 89 Mann Besatzung kamen ums Leben.

Ein solches MAS wurde im Jahr 2016 entdeckt und ist seit dem regelmäßiges Ziel der Tauchbasis Tramonto. Es liegt in einwandfreiem Zustand in der Tiefe von 49-50m auf dem Meeresboden. Aufgrund der Tiefe und der damit verbundenen Dekompressionszeiten ist das Boot nur für technische Taucher zugänglich.
Über das Boot und die Besatzung ist nicht viel bekannt, ausser dass nach einigen Berichten der Kapitän dieses Bootes am Ufer der Insel Murter gefangen genommen und schließlich von Partisanen exekutiert wurde.